close

Smarte Lösungen für die Customer Experience

smarte-loesungen-fuer-die-customer-experience-interaktive-umkleidekabine

Das Einkaufserlebnis in Form einer einzigartigen und neuartigen Erfahrung, die dem Kunden langfristig in Erinnerung bleibt und er als Empfehlung an Freunde und Bekannte weitergibt, ist heute vielfach der Knotenpunkt des stationären Handels um sich gegenüber den Online-Playern zu behaupten. Zentrales Herzstück dabei: Der Verkaufsraum! Dieser wird zunehmend in Form einer Bühne für die Präsentation von Produkten wahrgenommen und löst sich damit immer mehr von der alten Sicht als Lagerfläche für Produkte. Die Gestaltung dieses ist demnach eines der wichtigsten Werkzeuge, welches der stationäre Retailer in den Händen hält. Vielfältige Möglichkeiten die Attraktivität des stationären Touchpoint  zu steigern, bietet dabei insbesondere der Einsatz digitaler Medien und neuer Technologien wie beispielsweise interaktive Schaufenster, Ortungstechnologien, elektronische Preisschilder oder auch personal shopping assistants.

Innovative Konzepte am POS: Self Service Systeme

Die Customer Experience wird damit zum treibenden Faktor für die Digitalisierung im Einzelhandel. Im Vordergrund stehen verstärkt auch sogenannte Self Service Systeme, die an stationären Touchpoints der Kunden wie Fassaden bzw. Fenstern, Umkleidekabinen oder auch dem Innenbereich anknüpfen und um digitale Systeme ergänzt werden können. Beispielsweise werden Fassaden und Fenster zum Interaktiven Schaufenster mit dem Ziel der Attraktion und Einladung in den Laden. Gleichermaßen werden Innenbereiche um Product Experience Walls erweitert, welche der Darbietung einer Balance aus Inspiration und Information im Hinblick auf angebotene Produkte und Services dienen.

Angesprochen werden sollen über die digitalen Elemente der Store Experience, die Interaktive Schaufenster, Body Scanner, Interaktive Outfitberater, Interaktive Umkleidekabinen und Social Mirror (Spiegel mit Anbindung an soziale Netzwerke) umfassen, in erster Linie junge und technologieaffine Kunden.

Mehr Customer Experience durch interaktive Umkleidekabinen

Ein favorisierter Trend der stationären Einzelhändler im Bekleidungssegment, der die Verschmelzung zwischen digitaler und physischer Welt speziell im Hinblick auf den Omnichannel Commerce vorantreibt, sind interaktive Umkleidekabinen. Als (teil)automatisierte, interaktive Selbstbedienungssysteme machen sie sich die Vielzahl von Daten zunutze um den Kunden eine personalisierte Ansprache zu ermöglichen und das Leistungsangebote besser auf individuelle Bedürfnisse zuzuschreiben.

Über eine Sensorentechnik  wie z.B. RFID wird das mitgebrachte Kleidungsstück identifiziert und über den Spiegel in eine passende Umgebung wie beispielsweise auf einen Gala-Laufsteg projiziert. Über den Touchscreen können Kunden auch hier auf Produktinformationen zugreifen, Bewertungen lesen und das Produkt mit einer sozialen Community wie Facebook teilen. Gleiches trifft für den ungeliebten out-of-stock Fall zu. Durch die Verbindung mit dem Online Shop des Unternehmens über den Spiegel, kann der Kunde sein Produkt in gewünschte Farbe und Größe online nach Hause bestellen. In den Fokus treten damit auch emotionale Verknüpfungen sowie soziale Bestätigungen.

Quelle: Büttema AG

Zu den Vorreitern in diesem Bereich zählen unter anderem die Adler Modemärkte. Seit Oktober 2016 nutzt der Einzelhändler die interaktive Umkleide in seinem Store in Erfurt und erweitert seit Februar 2017 dieses Angebot auf weitere Märkte. Für den Fall, dass das Kleidungsstück nicht passt, verfügen die Self Serivce Systeme in den Adler Umkleidekabinen über einen Button, der über eine Push Nachricht eine/n Mitarbeiter/in zu Hilfe ruft. Der Mitarbeiter hat über den mit Instore Assistent ausgestatteten I-Pod zugleich die Möglichkeit Artikel aufzurufen und Verfügbarkeiten, Outfits und Cross Selling Artikel einzusehen.

Noch einen Schritt weiter geht darüber hinaus ein japanisches Forscherteam, dass mit dem Projekt „Mirror Mirror“ eine High-Tech Technologie in Sachen virtuelle Anprobe entwickelt. Die Umkleidekabine wird in diesem Fall überflüssig, denn die Anprobe findet vor einem digitalen Spiegel statt, der sowohl als Designbüro als auch als intelligenter Spiegel fungiert. Grundlage des Spiegels ist ein mit Selfie-Kamera ausgestatteter Bildschirm, der die Bewegungen einer Person mittels Infrarot Sensoren erfasst und wiederspiegelt. Über Gesten und einen Infrarot Pointer ist der Kunde in der Lage Farben und Muster eines Kleidungsstücks auszuwählen. Auch die Projektion in eine passende Umgebung wie Wald oder das Büro ist möglich. Gefällt das Ergebnis wird die Kleidung an die Körpergröße des Kunden angepasst und über einen 3D Drucker ausgedruckt. Personalisiert, zum Mitnehmen.

Mirror Mirror from myDesignLab on Vimeo.

 

Einsatz digitaler Technologie unterstützt den Omnichannel Commerce

Über den Einsatz von digitalen Technologien bei der Verkaufsraumgestaltung generieren Händler nicht nur einen funktionalen Mehrwert z.B. in Form von Größenempfehlungen in den interaktiven Umkleiden, sondern heben sich auch mit dem gebotenen Einkaufserlebnis gegen Konkurrenzunternehmen ab.

Die Verbindung zwischen stationärem Handel, E-Commerce Shop und dem Einbezug von Social Media Kanälen durch die interaktive Umkleidekabine und den Social Mirror ermöglicht darüber hinaus einen zentralen Schritt in Richtung Omnichannel Commerce.

Tags : Customer ExperienceInteraktive UmkleidekabineOmnichannelPoint of SaleSelf Service Systeme
Laura Kleickmann

Über den Autor Laura Kleickmann

Schreib uns deine Meinung