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Die richtige Instagram-Strategie für dein Business

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Im April 2017  hat Instagram die User-Grenze von 700 Mio. Usern geknackt und ist auch immer mehr für Unternehmen auf den Schirm gerückt, was die Nutzung für Werbezwecke angeht. Nicht nur als Ergänzung zur eigenen Webseite ist Instagram eine spannende Angelegenheit, sondern auch für die Faktoren Branding und Sales. Ich habe in den letzten Wochen mit einigen Betreibern großer Instagram Accounts gesprochen, zu dem Thema einige Bücher gelesen und im Internet recherchiert. Die Ratschläge, die ich euch hier vorstelle, sind alle von mir selbst getestet worden. In dem folgenden Beitrag möchte ich euch diese Erfahrungen und Erkenntnisse beschreiben und euch einige Werkzeuge an die Hand geben, mit denen ihr die richtige Strategie für die Promotion eures Instagram Accounts findet. Es ist dazu gesagt, dass man oft nicht strikt eine Strategie wählen kann, sondern sich die Aspekte raussucht, die für das eigene Vorhaben am sinnvollsten sind.

Als erstes ist es wichtig für euch, die Zielgruppe zu definieren: Wen möchtest du erreichen? Ist dir bewusst, dass auf Instagram hauptsächlich junge Menschen im Alter von 16-24 Jahren unterwegs sind? Ist dir bewusst, dass der Fokus auf Bildern und Videos liegt und man nicht wie bei Facebook und Twitter einfach nur Text posten kann?

Es ist elementar wichtig aufzuschreiben, was ihr bei eurer Zielgruppe erreichen möchtet. Möchtet ihr Traffic auf eurer Webseite generieren, dem Follower hochwertigen Content bieten oder ein starkes Bild eurer Marke aufbauen? Die Vorgehensweisen sind bei diesen Zielen entscheidend, da je nach Ziel verschiedene Inhalte gepostet werden und die Instagram-Seite anders positioniert wird.

 

Traffic-Generierung durch Instagram

Die Traffic-Generierung treibt ihr vor allem dadurch voran, dass ihr eine klare Call-to-Action Aufforderung in eurer Bildbeschreibung und in eurer Biographie benutzt. Hier ist es sinnvoll, nicht nur zu schreiben: „Besuche www.meincooleronlineshop.de“, sondern diesen Satz aussagekräftig und ansehnlich zu gestalten. Aus meiner Erfahrung heraus, funktioniert eine Aufforderung wie diese viel besser und verleitet mehr Leute dazu, den Link zu besuchen. Hinweis: Der Stil eurer Instagram Biographie und eurer Bildbeschreibung kommt auf eure Branche an, ob ihr seriös wirken müsst oder ob ihr modern und cool wirken wollt. Ein Beispiel für eine „hippe“ Call-to-Action Aufforderung: „🔥🔥 Dein besonderes Angebot wartet auf dich! Klicke JETZT auf ☛www.meincooleronlineshop.de☚ und sichere dir dein GRATIS eBook! 🔥🔥“. Die seriöse Variante beinhaltet keine Symbole und macht sachlich auf den Link aufmerksam: „Schau dir jetzt unser besonderes Angebot auf unserer Homepage an. Begrenztes Angebot. Klicke hierzu auf den Link.“ Diese Beschreibung schreibt ihr einheitlich unter eure Bilder und unter eure eigentliche Bildbeschreibung, die dem Zuschauer einen Mehrwert bieten soll. Ich rate euch davon ab, nur eine Call-to-Action Aufforderung alleine in die Kommentare zu posten, da Bilder immer noch einen Mehrwert für den Follower bieten sollen und nicht als reine Werbung wahrgenommen werden dürfen. Was immer wirkt, sind zeitlich begrenzte Angebote (begrenzte Anzahl, nur so lange der Vorrat reicht…) und Wörter wie jetzt, sofort, schnell um Druck zu erzeugen.

Auch die Biographie auf eurem Profil sollte ansehnlich und strukturiert gestaltet sein, schaut euch hierzu große Seiten an, vielleicht sogar aus eurer Branche. Ihr könnt hier Ideen suchen für Symbole und Designs, die eure Konkurrenz benutzt. Eine weitere Möglichkeit, mehr Leute zum Klick zu „verführen“, ist die Verschönerung der Links durch externe Anbieter wie bit.ly, die euren Link verkürzen, sodass er schöner aussieht. Dieses Tool in Verbindung mit einem kostenlosen Content (eBook, Video, Bild etc.) hat eine große Macht und ist sehr nützlich, wenn man viele Leute auf der eigenen Internetseite haben möchte oder Mail-Adressen für eine Newsletter-Liste sammelt.

 

Hochwertiger Content um eine treue Community zu schaffen

Unter hochwertigem Content verstehe ich alles, was dem Follower letztendlich Mehrwert bietet. Darunter fallen motivierende, inspirierende Bilder und Videos, Hinweise auf interessante Aktionen und Veranstaltungen und generell hochwertige Bilder, die die Interessen des Instagram-Users ansprechen. Bei dieser „Strategie“ geht es darum, eine Community treuer Follower aufzubauen, welche sich auf euren neuen Post freuen und an Freunde weiterempfehlen, sie unter euren Posts markieren und zu eurem Fan werden. Ihr interagiert mit den Followern, indem ihr sie in euren Beiträgen Dinge fragt, die zu dem Bild passen. Wenn wir bei dem Beispiel des Autoherstellers bleiben, fragt ihr die Leute nach ihrer Meinung und nach ihren Vorlieben/Interessen. Die Leute lieben es, sich anderen mitzuteilen und ihre Meinung zu äußern. Ein Kommentar wie „Was ist deine Lieblingsfarbe für Autos?“ oder „Wie viel PS schätzt du, hat unser neues Modell XYZ?“ regt zur Konversation und Diskussion an und verbindet die Leute mit eurem Profil und eurer Marke.

Bei der Herstellung von hochwertigen Fotos solltet ihr euch Zeit nehmen und vorarbeiten, sodass ihr ein Arsenal voller Fotos und Videos habt, mit dem ihr wochenlang jeden Tag mehrmals posten könnt, ohne immer etwas vorbereiten zu müssen. Eine anständige Kamera ist hier Pflicht und ihr solltet euch auch etwas mit Filtern beschäftigen, sodass ihr die geschossenen Fotos nachher bearbeiten könnt.

 

Branding für die eigene Marke

Wenn ihr für eure Marke ein bestimmtes Image aufbauen möchtet und den Leuten direkt ein Bild in den Kopf springen soll, wenn sie den Namen eurer Marke hören oder eurer Logo sehen, dann fährt ihr mit der Branding-Strategie richtig. Hier geht es darum, ein möglichst konkretes Bild einer Marke zu erschaffen, welches eine Message mitbringt.

Branding wird durch einen Wiedererkennungswert in den Fotos und Videos geschaffen, ihr könnt z.B. ein Watermark auf eure Bilder legen, sodass diese mit eurer Marke bzw. eurem Unternehmen verbunden sind und bei Weiterverbreitung jeder eurer Logo bzw. euren Namen sieht. Ihr findet auf YouTube Videos hierzu, wie ihr diese Aufgabe einfach und schnell löst.

Außerdem empfehle ich, einen eigenen Hashtag zu erstellen, welcher von euch und euren Followern genutzt wird. So entsteht ein Bild von eurer Marke, welches nicht nur von euch geprägt wird, sondern auch von den Menschen, die letztendlich das Produkt nutzen. Schaut auch hier etwas auf die Strategie der Player in eurer Branche, die Instagram schon erfolgreicher betreiben.

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Die Instagram-Seite des Blogs Alpha Inside hat einen einheitlichen Stil in seinem Profil: Immer der gleiche Filter, die gleiche Schriftart und –größe, die gleiche Struktur und das Wasserzeichen unten links in den Posts. (Quelle: www.instagram.com/alpha.inside)

 

Werben auf Instagram

Seit Anfang September ist es möglich, Werbung direkt über die Instagram App zu buchen. Dies ist eine gute Möglichkeit, die Reichweite mit schon wenigen Euro pro Tag zu erhöhen. Instagram wird zwar stark durch Influencer genutzt und Werbeanzeigen genießen hier eher sekundäre Aufmerksamkeit, allerdings müssen sich die beiden Werbemethoden nicht ausschließen. Gerade wenn der User eure Artikel schon einmal bei einem Influencer gesehen hat, wird die Werbeanzeige umso leichter zu einer Conversion führen. Der Cost per Click bleibt hier gleich und dank einer höheren Conversion Rate effektiver.

Die Werbeanzeigen werden in dem Feed des Users angezeigt, beinhalten jedoch einen Call-to-Action Button, welcher auf eine externe Website weiterleitet. Es ist möglich, mehrere Bilder einzustellen und diese in der Anzeige selbst zur Seite zu scrollen. Zudem steht ein Hinweis für den Instagram-User bereit, dass die Anzeige eine bezahlte Anzeige ist. Dies kann man an dem Button „Gesponsert“ oben rechts in dem Post sehen.

Die Anzeige könnt ihr zusätzlich zur Instagram App auch im Facebook Werbeanzeigenmanager und dem Facebook Power Editor schalten. Hier habt ihr viel mehr Möglichkeiten bezüglich der Konkretisierung der Zielgruppe und der generellen Kampagneneinstellungen. Facebook und Instagram arbeiten sehr eng zusammen, sodass ihr euch gut an Facebook wenden könnt, wenn ihr Probleme mit euren Insta Ads habt. Falls ihr hierzu noch mehr Informationen möchtet, schreibt‘ uns dies gerne unten in die Kommentare, dann schreiben wir dazu noch einmal einen Artikel mit genauen Informationen und Anleitungen.

Ob sich Instagram Werbung für euch lohnt, ist allgemeingültig nicht zu sagen, da hier Faktoren wie beispielsweise eure Conversion Rate, eure Zielgruppe und die Gestaltung eurer Anzeige hineinspielen. Ich empfehle euch, euch in das Thema einzulesen und dann das Ganze mit wenig Geld einmal selbst auszuprobieren.

Tags : CommunityinstagramInstagram WerbungSocial MediaSocial Media Marketing
Philipp Hülsdonk

Über den Autor Philipp Hülsdonk

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