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Facebook Ads – Die Herangehensweise ist entscheidend!

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Viele Menschen in einer genau definierbaren Zielgruppe zu einem einigermaßen günstigen Preis online erreichen. Klingt ziemlich verlockend, oder? Ob die Facebook Ads das alles können, wird sich im Laufe dieses Artikels herausstellen. Vorab sei schon einmal gesagt: Mit etwas Vorbereitung können Facebook Ads einen immensen Mehrwert schaffen und für viele neue Kunden sorgen. Das System zu verstehen, ist hier die erste Aufgabe. Auf Facebook gibt der User viele Informationen über sich preis. Sobald du Seiten von Schäferhunden und Dackeln likest, weiß Facebook, dass du Hunde magst und eventuell einen Hund hast. Da die meisten Leute zusätzlich viele Informationen über sich in ihrem Profil eintragen, hat Facebook einige Informationen zu jedem Profil. Als Lebensereignis zum Beispiel kann man auswählen, dass man sich verlobt hat, ein Baby bekommen oder ein neues Haustier in der Familie hat. Dies sind alles wertvolle Informationen für Werbetreibende, ob diesem Menschen lieber Eheringe, Windeln oder Tierfutter als Werbeanzeige angezeigt werden sollen. So schließt man mit dem Tierfutter schon mal die Menschen aus, die überhaupt kein Haustier haben. So etwas ist mit herkömmlicher Werbung im Fernsehen oder auf Plakaten nicht so präzise möglich. Auch abstraktere Details über sich wie den ersten Kuss, einen Knochenbruch oder den Erhalt des Führerscheins geben Menschen bei Facebook an, um sich nach außen detailliert zu präsentieren. Die ganzen Daten, die der User Facebook zur Verfügung stellt, können beliebig miteinander kombiniert werden und zu Werbezwecken genutzt werden. So kann z.B. ein Hersteller für Kindernahrung nur Mütter von 1-2 jährigen Kindern anvisieren, wenn sein Produkt nur für Kinder in diesem Alter geeignet ist.

Die Herangehensweise an die Ads ist entscheidend, Testen ein wichtiger Teil des Erfolgs auf Facebook
Du siehst schon, dass die Definition einer Zielgruppe einen großen Teil der Schaltung von Facebook Ads ausmacht. Hier wird der Spreu vom Weizen getrennt und du kannst eine extreme Steigerung der Conversion Rate bezwecken, weil die Leute, die auf deine Seite geleitet werden, wirklich potenzielle Kunden sind und ein Kauf wahrscheinlich ist. Hier gibt es verschiedene Strategien, mit seinem Budget umzugehen. Die zwei Strategien, die ich benutze, sind das Anvisieren einer genau definierten Gruppe mit etwas höheren Kosten pro Klick oder das Anvisieren einer Masse fern ab der eigentlichen Zielgruppe, in der Hoffnung, Aufmerksamkeit dadurch bei Menschen zu erreichen, die dann doch kaufen. Das System von Facebook Ads berechnet den Preis der Werbeanzeigen automatisch, wenn du das möchtest. Es berechnet, ob in deiner Zielgruppe viele Unternehmen für ein ähnliches Produkt wie deins werben. Ist dies der Fall, wird die Werbung teurer für dich, beispielsweise 10-50 Cent pro Klick auf deine Website. Wenn du allerdings in einer Zielgruppe wirbst, in der dein Produkt wenig beworben wird, kann ein Klick im Kommabereich eines Cents kosten, also z.B. 0,5 Cent. Hier kannst du viel mehr Leute erreichen, die aber weniger kaufwillig sind. Die Strategie dahinter ist, dass du z.B. nicht nur auf Conversions achtest, sondern auch auf das Bild deiner Facebook-Seite. Wenn du schon einmal 5000 Likes auf deiner Seite hast, ist es einfacher, jemanden zu motivieren sich länger auf deiner Seite aufzuhalten und sich dann auch das Produkt auf der Website anzuschauen. Hier geht es um den Eindruck nach außen. Einem Besucher deiner Seite fällt es nicht auf, dass die Likes auf deiner Facebook Fanpage nicht aus Eltern mit Baby bestehen, sondern aus Studenten in Marokko. Eine einheitliche Strategie kann ich dir hier nicht empfehlen.

Mit kleinen Budgets große Erkenntnisse und auch Erfolge bekommen
Gerade bei Facebook Ads bin ich der Meinung, dass man einfach mit kleinen Budgets am Anfang ausprobieren sollte. Du kannst eine Werbeanzeige für einen Tag schon für 5€ schalten. So hast du die Möglichkeit, einmal 20 Euro in die Hand zu nehmen und mal vier verschiedene Anzeigen zu schalten. Am Ende kannst du im Power Editor oder im Werbeanzeigenmanager sehen, wie die einzelnen Werbeanzeigen performt haben. Hier ist der Pixel ein nützliches Tool, welches zum Tracking auf eine Seite gesetzt wird. Der Pixel kann zum Beispiel auf die Kaufabschlussseite gesetzt werden und dazu genutzt werden, dass du nur pro Conversion bei Facebook bezahlst oder einfach nur deine Performance in Facebook anzusehen und zu analysieren ist.

Anzeigen im Werbeanzeigenmanager und im Power Editor schalten
Hier sind wir direkt beim nächsten Thema, der Oberfläche von Facebook, über die du die Anzeigen schalten kannst. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: den Werbeanzeigenmanager und den Power Editor. Wenn du deine Zielgruppe über den Werbeanzeigenmanager erstellt hast, kannst du über beide Tools weiterarbeiten. Bei dem Power Editor hast du mehr Anpassungsmöglichkeiten, allerdings ist er dadurch auch etwas komplizierter. Hier gibt es allerdings viele nützliche Tutorials auf YouTube, welche dir bei den ersten Malen sicher weiterhelfen, bist du dich an das Programm gewöhnt hast. Am Anfang habe ich auch lange mit dem Werbeanzeigenmanager gearbeitet, welcher erst einmal völlig ausreicht. Ich kann leider nicht genauer in die einzelnen Themen wie Power Editor oder Pixel hineingehen, da dies den Rahmen des Artikels sprengen würde. Wenn euch allerdings ein Thema dazu brennend interessiert, schreibt uns das kurz in den Kommentaren unter dem Beitrag.
Interessant ist noch die Tatsache, dass du über Facebook gleichzeitig deine Instagram-Anzeige schalten kannst. Du musst hier keine komplett andere Anzeige schalten, sondern kannst die Einstellungen von Facebook übernehmen.

Die unterschiedlichen Arten der Facebook-Anzeigen
Über die Gestaltung deiner Werbeanzeigen solltest du dir auch Gedanken machen, da sie attraktiv wirken sollte und einen Call-to-Action beinhalten sollte. Du kannst nicht nur Fotos und Links posten, sondern es gibt bei Facebook teilweise neue Typen von Werbeanzeigen. Es gibt die Möglichkeit Links, Bilder, Videos, Angebote, Karussells und einen Status zu posten. Ich würde gerne hier auf die Angebote und das Karussell eingehen, da dir der Rest wahrscheinlich vertraut ist. Mit Angeboten kannst du einen Gutscheincode einbauen und die Leute z.B. auf eine Rabattaktion aufmerksam machen. Ein Feature, welches ich cool finde, ist der Satz „X Personen haben dieses Angebot schon in Anspruch genommen.“ für alle Klicks auf die Website durch diese Anzeige. So entsteht für den potenziellen Kunden der Anschein, als wenn das Angebot schon mehrmals eingelöst wurde und zum Verkauf geführt hat. Daher steigt für ihn die Attraktivität. Der zweite Typ der Anzeige ist das Karussell. Hier kannst du mehrere Bilder in eine Anzeige als Slider stellen, sodass der Kunde sich z.B. von Shirts mehrere Variationen ansehen kann. Hier kannst du direkt mehr Informationen geben als mit einem einzelnen Bild. Welcher Anzeigentyp für dich am besten funktioniert, musst du selbst ausprobieren und auf deine Zielgruppe abstimmen. Videos werden z.B. weniger tagsüber abgespielt, weil da die meisten Leute sich nur Fotos anschauen, da sie auf der Arbeit sind oder wenig Zeit haben. Es gibt hier einige Faktoren, die du berücksichtigen solltest.
Alles in allem bin ich ein großer Fan von Facebook Ads und würde sie jedem mit einem Produkt empfehlen. Man erreicht die richtigen Leute zu einem vergleichsweise günstigen Preis und unglaublichem Potenzial, eine sehr gute Werbeanzeige zu schalten, die viele Menschen günstig erreicht und zum Kauf bewegt. Schon mit wenig Einlesen in das Thema kann man gute Anzeigen schalten. Auch YouTube stellt hier eine große Hilfestellung dar und kann zur Verbesserung der eigenen Performance dienen.

Tags : facebookFacebook AdsSocial MediaSocial Media Marketing
Philipp Hülsdonk

Über den Autor Philipp Hülsdonk

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