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Social-Media Marketing (Teil 1): Das sind die wichtigsten Plattformen!

Social Media Beitrag
Ob als Kommunikationskanal für das direkte Feedback, zur Steigerung der Markenbekanntheit und Omnichannel-Präsenz oder zur Ansprache der richtigen Zielgruppe. Die Gründe für den Einsatz von Social-Media Plattformen durch Unternehmen sind vielfältig und eine zunehmend wichtigere Aufgabe, die schon heute aus dem Marketing nicht mehr wegzudenken ist. Ganze 13 % der Unternehmen sehen sogar eine Umsatzsteigerung als Hauptgrund.
Die Frage, die sich da aber wahrscheinlich für so manch ein Unternehmen stellt ist: Welcher Social-Media Kanal ist nun eigentlich der Richtige? Aus diesem Grund haben wir einmal eine Übersicht über alle wichtigen Social-Media Kanäle in Deutschland für euch zusammengestellt.

 

Facebook– Die Allzweckwaffe unter den Social-Media Kanälen

facebook-1183710_640Das beliebteste und größte soziale Netzwerk Facebook ist wahrscheinlich jedem Internetnutzer ein Begriff. Mit rund 1,712 Milliarden aktiven Nutzern (Stand: September 2016) hat sich die 2004 gegründete Plattform als einer der wichtigsten Social-Media Kanäle für viele Unternehmen entwickelt. Rund 93 % der Unternehmen weltweit nutzen die Plattform für Ihre Unternehmenskommunikation. Aber warum? Besonders die hohe Reichweite der Plattform dürfte einer der Hauptgründe sein. Allein in Deutschland haben rund 27 Millionen User ein persönliches Profil, während 19 Millionen User täglich auf Facebook unterwegs sind. Damit ermöglicht Facebook wie keine andere Plattform eine weite Streuung der unterschiedlichsten Social-Media Ziele. Für die Unternehmenskommunikation hat Facebook sich deshalb zu einer Art Pflicht entwickelt. Während man dem kleinen mittelständischen Handwerksbetrieb in der Provinz den fehlenden Einsatz von Facebook noch verzeiht, mag es für so manch einen User komisch wirken, wenn ein junges innovatives Start-Up in Köln auf die Facebook-Fanpage verzichtet.

Facebook hat sich zu einer stetig wachsenden Plattform entwickelt, mit der sich die User verbinden, mit der sie ihre Daten teilen und auf der sie Informationen bereitstellen. Unabhängig von der Facebook Fanpage, hat sich das Netzwerk damit zu einem neuen interessanten Werbekanal etabliert, denn es weiß so einiges über seine Nutzer: Welche Interessen haben sie? Was beschäftigt sie gerade? Wo wohnen sie? Auf welchen Kanälen und Verkaufsplattformen sind sie unterwegs? Die Möglichkeit für personalisierte und zielgerichtete Werbung war noch nie so einfach. Insbesondere der B2C-Bereich kann durch den gezielten Einsatz von Werbung stark profitieren.

Aber Achtung! Wer alleine von einem gut gepflegten Unternehmensprofil Wunder erwartet, liegt leider falsch. Nicht jedem deiner Facebook Fans werden deine geposteten Neuigkeiten im Newsfeed angezeigt. Grund dafür ist der Facebook-Algorithmus, mit dem das Unternehmen seine User vor uninteressanten Beiträgen schützen möchte und so dem Aufmerksamkeitsdefizit entgegenwirken will. Effektiver kann es deshalb möglicherweise sein auf Facebook Ads zu setzen. Die Schaltung einer Anzeige beginnt ab 5 € und reicht, sofern man möchte, über die eigenen Follower hinaus. Allgemein lässt sich festhalten, dass die Plattform einer der wichtigsten Social Media Kanäle für so ziemlich jedes Unternehmen ist und die Präsenz auf diesem viele Vorteile mit sich bringen kann. Für einen gezielten Einsatz von Social-Media kann es sich aber auch durchaus lohnen auf andere Plattformen zu setzen.

 

Instagram– Erzähle Storys mit deinen Fotos

instagram-1183715_640Instagram ist eine Social Media Plattform, die 2010 von Kevin Systrom und Mike Krieger gegründet wurde und 2012 von Facebook für eine Milliarde Dollar aufgekauft wurde. Im Juni 2016 hat Instagram die Marke von 500 Mio. Usern geknackt, von welchen über 80% außerhalb der USA leben (Quelle: Instagram). Instagram ist vor allem für Unternehmen geeignet, die eine junge Zielgruppe ansprechen wollen und ihr Produkt visuell ansehnlich darstellen können. Auf Instagram kann man ausschließlich Bilder und Fotos posten, zu welchen man einen Text verfassen kann. Zu diesem Text kann man sogenannte Hashtags (#) hinzufügen, durch welche die Fotos kategorisiert werden. Wenn User an einem bestimmten Thema interessiert sind, suchen sie nach Fotos und Videos zu diesem Hashtag. Wenn ich unter mein Foto von meiner Automarke dementsprechend #car, #carlove und #sportscar schreibe, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Likes, die ich auf mein Bild bekomme, von Leuten mit einem gewissen Interesse an Autos sind.

Bei Instagram gibt es einige Dinge zu beachten, um eine erfolgreiche Unternehmensseite aufzubauen, z.B. eine hohe Qualität der Bilder und Videos mit Wiedererkennungsmerkmal und passende, intelligent gewählte Hashtags. Es ist gut möglich, eine treue Community aufzubauen und mit den potentiellen Kunden in Kontakt zu treten, sei es durch Kommentare unter den Medien oder durch den Chat. Auf Instagram sind die User im Vergleich zu Facebook wesentlich aktiver, was auch die Engagement-Rate (Instagram liegt auf Platz 2) zeigt. Demnach bekommt man viel leichter Likes und Kommentare auf seine Bilder. Insgesamt ist Instagram sehr für eine junge Zielgruppe zu empfehlen, wenn du bereit bist, hochwertige Fotos und Videos zu produzieren und diese intelligent zu verbreiten. Attraktiv ist die Plattform insbesondere für Unternehmen die Facebook und Instagram nutzen, denn ein Beitrag der auf Instagram gepostet wird, kann automatisch auch auf Facebook gepostet werden und birgt so echte Zeitersparnisse. Ein kleiner Nachteil, der mit der Plattform einhergeht ist, dass Posts nur über´s Handy möglich sind.

 

WhatsApp – Der Messenger für den unmittelbaren Kundenkontakt?

whatsapp-1183721_640Auch wenn die Nutzung des Messengerdienstes WhatsApp für Unternehmen nicht explizit im Fokus steht, ist spätestens mit der Nutzungsänderung Ende August 2016 klar, dass WhatsApp für Unternehmen bald deutlich interessanter werden könnte. Rund 1 Milliarde aktiven Nutzern bietet der Dienst die Möglichkeit in individuellen Chats Nachrichten, Bilder, Videos, Audios und Telefonie mit Freuden zu teilen sowie über Gruppenchats miteinander zu kommunizieren. Und die Möglichkeiten der Nutzung durch Unternehmen sind vielfältig. So könnte man den Dienst als Alternative zur E-Mail für den Versand von Newslettern nutzen oder aber, wie das Beispiel von Daimler zeigt im Bereich des Personalmarketing einsetzen. Potenzial bietet der Dienst auch im Kundenservice, denn durch den Einsatz des Messenger auf Webseiten könnten insbesondere aufwendige Kommunikations-Plug-Ins ersetzt werden.

Unternehmen können von dem starken Netzwerkeffekt, den WhatsApp ausgelöst hat, durchaus profitieren. Wie kaum ein anderer Messenger verfügt WhatsApp über eine sehr hohe Reichweite und breite Nutzerspanne. Selbst die eher technikscheue Generation 60 + hat den Messenger adaptiert und nutzt diesen regelmäßig. Nicht zuletzt, um regelmäßig mit den neusten Bildern der Enkel versorgt zu werden. Damit bietet der Dienst neben einer breiten Zielgruppe auch den Zugang zu fast jeder Altersgruppe. Mit der Möglichkeit einen direkten Kontakt zum Kunden herzustellen, bietet der Messenger damit für so manches Unternehmen ein immenses Potenzial.

 

 

Tumblr – Mit Bloggen zum Erfolg

tumblr-1183718_640Die Bloggingplattform Tumblr ermöglicht Usern das Bloggen von Texten, Bilder, Zitate, Chatlogs, Videos und Audiodateien. Mit rund 555 Millionen Usern ist Tumblr das siebtgrößte Netzwerk (Stand September 2016) weltweit. Während der Traffic auf der Plattform in den USA oder auch in dem Vereinigten Königreich vergleichsweise hoch ist, führt die Plattform im deutschen Sprachraum mit einem Traffic von 3,51 % eher ein Nischendasein. Der Mix aus sozialem Netzwerk und Bloggingplattform zieht aber dennoch insbesondere Nutzer zwischen 18 und 29 Jahre an und ist durch einen Großteil weiblicher User gekennzeichnet. Gegenüber Facebook oder Twitter bietet Tumblr keine Kommentarfunktion an, sondern beschränkt sich ausschließlich auf das Favorisieren und Rebloggen von Beiträgen. Insbesondere die Reblogging-Funktion, die das Teilen von Inhalt direkt mit den eigenen Lesern ermöglicht sowie die Nutzung von Hashtags sorgen in diesem Zusammenhang für eine schnelle virale Verbreitung von guten Inhalten. Das Refollowing unterstützt darüber hinaus dofollow Links, die den User wieder auf den eigentlichen Blog zurückführen und bei jedem Reblogging erneut ausgelöst werden. Gleichzeitig wird durch die fehlende Kommentarfunktion das Auslösen eines Shitstorms verhindert.

Die Funktionsweisen dieses Social-Media Kanals sind vielfältig. So wird der Kanal gerne als Test für Blogging-Projekte verwendet, da die Nutzer der Plattform schon mal schneller über schlechte Inhalte hinwegsehen, gute sich aber dafür noch besser verbreiten. Durch das Reblogging entsteht aber auch ein gewisser viraler Effekt der für SEO durchaus interessant sein kann.

 

Pinterest – Die Social-Media Plattform für das Auge

pinterest-1183717_640Die Spezialität der Social-Bookmarking Site Pinterst sind Bilder und virtuelle Pinnwände. Die Plattform, die 2010 ins Leben gerufen wurde und bereits von rund 100 Millionen aktiven Usern genutzt wird, ermöglicht das Publizieren von Bildern an virtuellen Pinnwänden, die vom Nutzer eigens eingerichtet werden können, sowie das Erstellen und Speichern von Pins. Im Fachjagon heißt dies dann „pinnen“. Andere User können die Bilder liken, „repinnen“  oder auch kommentieren. Die Plattform hat insbesondere in Deutschland in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen.

Interessant ist das soziale Online Tagebuch gerade für Unternehmen, die visuell stark mit Ihrer Zielgruppe interagieren bzw. optisch ansprechende Produkte vermarkten. Da das Portal überwiegend von Frauen genutzt wird, die bereits nach der Registrierung ihre Interessen auswählen, können gerade noch unbekannte Retailer aus der Fashion und Lifestyle Branche hier mit interessanten Bildern punkten.

 

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Bis bald auf allen Kanälen.

Tags : facebookinstagramPinterestSocial MediaSocial Media MarketingtumblrWhatsApp
Laura Kleickmann

Über den Autor Laura Kleickmann