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Social-Media Marketing (Teil 2): Das sind die wichtigsten Plattformen!

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Berücksichtigt ihr bei eurer Marketing-Strategie eigentlich schon das Thema Echtzeitkommunikation zum Kunden? Nein? Dann wird es aber Zeit, denn das ist einer der Trends 2016 und lässt sich exzellent mittels Social-Media Marketing umsetzen. Attraktive Social-Media Plattformen für den direkten Austausch zum Kunden und zur Steigerung eurer Omnichannel-Präsenz stellen wir euch deshalb in diesem Artikel vor.

Eine erste Auswahl verschiedener Social-Media Kanäle wie Facebook, Instagram, Pinterest & Co. findet ihr übrigens im ersten Teil dieser Serie.

 

Twitter – Auf den Content kommt es an!

twitter-1183719_640Wenn man über Social-Media in der Unternehmenskommunikation spricht, fallen Facebook und Twitter meist in einem Atemzug. Und tatsächlich nutzen rund 78% der Unternehmen für ihr Social-Media Marketing Facebook und Twitter. Seit der Gründung im Jahr 2006 hat der Microblogging-Dienst Twitter 313 Millionen User gewonnen und steht damit heute auf Platz 9 der meistgenutzten sozialen Netzwerke weltweit. Auf der Plattform steht der schnelle Austausch von Informationen im Vordergrund. Die Plattform ermöglicht Usern die Veröffentlichung von kurzen Beiträgen, die als Tweets bezeichnet werden und auf 140 Zeichen pro Nachricht begrenzt sind. Zur besseren Organisation und thematischen Auffindbarkeit des Tweets werden Hashtags (so etwas wie Schlagworte) hinzugefügt. Andere Nutzer haben dann die Möglichkeit deinen Beitrag zu kommentieren, zu „retweeten“ oder einfach mit „Gefällt mir“ zu versehen.

Aber was differenziert die Plattform eigentlich von anderen wie Facebook & Co. und macht somit auch den Einsatz beider Kanäle sinnvoll?

Twitter lässt sich ähnlich wie Facebook sehr vielseitig für die Unternehmenskommunikation einsetzen. So nutzen viele Unternehmen die Plattform für die Verbreitung aktueller Neuigkeiten über das Unternehmen sowie das Anteasern von Blogbeiträgen oder auch Fachbeiträgen. Der kurze Kommunikationsweg zum Unternehmen macht die Plattform für viele interessant. Erfolgreich setzt unter anderem das Startup MyMüsli die Twitter Strategie um. Dieses berichtet seinen Follower regelmäßig in Texten, Fotos und Videos über neue Produkte, Ernährungstipps und Events. Wer also konstant und mit einer hohen Schlagzahl Nachrichten verbreiten muss, der ist bei Twitter gut aufgehoben.

 

Snapchat – Content, der nicht lange währt? 

snapchat-1374859_640Auch der 2011 gegründete kostenlose Instant-Messaging Dienst Snapchat freut sich über zunehmende Beliebtheit und gehört zu den am schnellsten wachsenden Social-Media Plattformen weltweit. Text-, Foto-, Audio- und Videobotschaften, die hier per Smartphone oder Tablet verschickt werden können, sind nur wenige Sekunden für Freunde sichtbar, bevor sie sich selbst wieder zerstören. Das macht es aber leider auch
 für Unternehmen schwierig Snapchat für sich zu nutzen, weshalb der Dienst bei der Unternehmenskommunikation noch eher ein Nischendasein führt. Zu den rund 200 Millionen Usern, die der Multimedien-Messenger im September 2016 zählt, gehören insbesondere Studenten, weshalb die Zielgruppe auch durch eine eher junge Fangemeinde geprägt ist. Interessant könnte der Dienst aber dennoch für Unternehmen sein, denn der Dienst verfügt über die höchste Engagement-Rate unter den Social-Media Kanälen und dies spiegelt sich auch in der Aufmerksamkeit der User wieder, denn so ziemlich jeder Snap wird hier geöffnet. Interessant für viele Unternehmen dürfte darüber hinaus die  Story-Funktion sein. Diese Anzeige ist Teil des Profils und verschwindet erst nach 24 Stunden wieder. Optimal also für 24-stündige Verkaufsaktionen. Beliebter wird Snapchat auch im Bereich Personalrecruting. So ist beispielsweise „Rewe Karriere“ sehr erfolgreich auf Snapchat unterwegs. Unser Fazit: Habt ihr eine junge Zielgruppe und ein Produkt, was visuell begeistert, könnte dieser Kanal für euch Gold wert sein!

 

Xing – Durchstarten mit Experten an deiner Seite!

Das größte berufliche Online-Netzwerk in Deutschland verbindet rund 10,5 Millionen User miteinander und ist dabei stetig auf Wachstumskurs. Neben der öffentlichen Publikation eines persönlichen Profils, bietet das Portal einen umfangreichen Stellenmarkt, rund 80.000 Expertengruppen, tägliche News-Angebote sowie eine umfassende Palette von Events mit beruflichem Hintergrund. Das macht das Portal nicht nur zur Darstellung der eigenen Unternehmenspräsenz attraktiv, sondern bietet auch eine herausragende Ressource für das Mitarbeiter-Recruiting. Interessant ist das Portal aber auch für Selbstständige, die sich als Experten profilieren und in Szene setzen wollen. In den zahlreichen Gruppen sind Expertenmeinungen über Spezialthemen gern gesehen und gefragt. Insbesondere im B2B Bereich ist Xing eine wichtige Ressource für die Unternehmenskommunikation geworden. Seit Juni 2016 hat das Netzwerk Unternehmen zudem die Möglichkeit eingeräumt, das eigene Produkt bzw. die eigene Dienstleistung auf einer sogenannten Business-Seite darzustellen. Damit ergeben sich noch bessere Möglichkeiten für die Neukundenakquise und den direkten Kundenkontakt.

 

LinkedIn – Die Plattform für internationales Know-How

linkedin-1183716_640Rund 76,9 % der Nutzer, die sich auf Xing bewegen, nutzen laut einer aktuellen Studie auch das Karriereportal LinkedIn, welches mit 106 Millionen Nutzern auf dem internationalen Parkett die Nase bei den Karriereportalen vorne hat. Dabei ist LinkedIn längst nicht mehr nur für das Mitarbeiter-Recruiting spannend. Rund 18 % der Unternehmen weltweit halten den Einsatz von LinkedIn für das Unternehmen als wichtig. Ähnlich wie bei Xing ist es auch hier möglich als User ein persönliches Profil mit seinem Lebenslauf und besonderen Qualifikationen anzulegen.
Gegenüber Xing bietet aber LinkedIn für Unternehmensseiten weitaus mehr Möglichkeiten. Neben der Darstellung des eigenen Unternehmens sowie Blog-Beiträgen besteht zudem die Möglichkeit Fokusseiten für Kampanagen, Produkte oder Dienstleistungen anzulegen. Damit schafft LinkedIn zusätzlichen Raum für die Markenkommunikation und Positionierung des eigenen Unternehmens. Dieser Aspekt kann insbesondere für den B2B-Bereich spannend sein. Durch die gezielte Bestimmung der Zielgruppe wie beispielsweise die Suche nach geografischen Segmenten oder Jobtiteln besteht die Chance interessante Kontakte, potenzielle Geschäftspartner und Kunden zu finden und sich diesen gegenüber optimal zu positionieren. Mit Pulse ist ebenso das Content Publishing zunehmend in den Vordergrund gerückt. Zwar können Unternehmen sich hier selbst nicht beteiligen, Mitarbeitern bietet sich hier hingegen allerdings Raum um sich als Experten zu profilieren. Damit bietet LinkedIn wie auch Xing Unternehmen trotz einer im Vergleich zu den Big Player wie Facebook und Twitter geringeren Reichweite die Möglichkeit einer wesentlich gezielteren Kommunikation mit der eigenen Zielgruppe.

 

Google+  - Was ist das eigentlich?

google-plus-1183714_640Facebook, Twitter & Co. Bei so ziemlich jedem Netzwerk hat man eine ungefähre Vorstellung davon, was es macht und wer darauf unterwegs ist. Was aber ist Google+? Ist das überhaupt ein soziales Netzwerk oder nur eine Sammlung von Google-Features? Hier sind sich auch viele Experten nicht so recht einig, dennoch wird Google+ vielfach als Social-Media Kanal wahrgenommen und sollte deshalb auch für den Business Einsatz nicht außer Acht gelassen werden. Google+ kann man als eine Mischung aus Facebook und Twitter betrachten. Sowohl das Erstellen eines persönlichen Profils sowie die Erstellung von Textbeiträgen, Fotos und Videos, die man mit seinen Followern teilen kann, sind bei Google+ an der Tagesordnung. Im Gegensatz zu Facebook beschränkt sich die Plattform jedoch auf die Möglichkeit Personen oder Seiten zu followen. Freundschaften sind nicht möglich. Ähnlich wie bei Twitter können User Hashtags verwenden oder längere Beiträge posten. Jedoch sollte man dabei darauf achten, dass man einen aussagekräftigen Anfang wählt, da nur wenige erste Zeilen angezeigt werden. Eine Besonderheit der Plattform sind die sog. „Angesagten Beiträge“ oder auch Trendthemen. Speziell noch unbekannte Profile können davon profitieren, denn hier werden Posts, die per Algorithmus bestimmt werden, allen Nutzern angezeigt. Dabei müssen diese der entsprechenden Person nicht folgen.

Dennoch wird Google+ vielfach von Unternehmen genutzt. Insbesondere der Effekt der besseren Sichtbarkeit im Netz dürfte dabei eine zentrale Rolle spielen. Wobei auch diese Aussage nicht durch Google belegt und kritisch zu betrachten ist. Im Gegensatz zu Facebook und Co. ist Google+ in Deutschland nicht so weit verbreitet, weshalb ein Einsatz der Plattform für das Unternehmensmarketing möglicherweise sehr sinnvoll sein kann.

 

Youtube – Die Plattform für virale Hits

youtube-1183722_640Auch die weltweit größte Videoplattform Youtube, die 2005 gegründet und seit 2006 eine Tochter von Google ist, hat sich als interessanter Social-Media Kanal für so manches Unternehmen entpuppt. Hier entstehen virale Hits, die für eine enorme Reichweite sorgen. Erinnert ihr euch noch an den Edeka-Werbespot mit Friedrich Liechtenstein, der mit „Supergeil“ durch den Supermarkt gerappt ist? Ein super Beispiel für den erfolgreichen Einsatz von Youtube und viralem Marketing. Komplexe Themen einfach darstellen, Emotionen für das eigene Produkt wecken oder Barrieren senken, mit Videos lässt sich Verkaufspotenzial fördern und die Aufmerksamkeit der User für das eigene Produkt zu gewinnen. Beliebt ist das Portal auch auf anderen Plattformen wie Facebook und Twitter. Diese Anbindung bietet eine Menge Potenzial, die es nicht zu unterschätzen gilt.

Damit ist Youtube insbesondere für Unternehmen interessant, die ihrem Produkt ein Gesicht verleihen wollen, es mit Emotionen versehen oder aber auch ihr Publikum unterhalten wollen. Die Reichweite und der virale Effekt den Youtube in diesem Zusammenhang bietet, könnte für so manches auch junges E-Commerce Unternehmen ein immenses Erfolgspotenzial bieten. Der Aufwand, der für eine gute Videoproduktion notwendig ist sollte allerdings sowohl zeitlich als auch monetär nicht unterschätzt werden.

 

Die richtigen Social-Media Plattformen für die Unternehmenskommunikation auszuwählen und dabei die richtige Zielgruppe zu treffen ist mit Sicherheit nicht ganz einfach. Laut einer aktuellen Umfrage schätzen 55 % der Unternehmen weltweit Facebook als den wichtigsten Kommunikationskanal ein, gefolgt von LinkedIn mit 18 % und Twitter mit 12 %. Letztendlich bleibt die Frage nach dem richtigen Netzwerk aber auch eine Frage des Unternehmens, des Produktes oder der Dienstleistung. Kriterien, die allerdings jedes Unternehmen in Augenschein nehmen sollte, bevor der Startschuss für ein soziales Netzwerk fällt, sind:

  • Welche Kanäle nutzt die eigene Zielgruppe?
  • Wie ist die Reichweite dieses Kanals?
  • Und wie intensiv wird das Netzwerk genutzt?

Denn die reine Präsenz auf vielen Social-Media Kanäle ist noch lange kein Erfolgsgarant für eine Umsatzsteigerung oder die Verbesserung der Kundenkommunikation, sondern sollte eher mit äußerster Vorsicht genossen werden. Groß ist die Gefahr, dass Profilseiten ungenutzt bleiben, wenig Follower haben oder womöglich aus Zeitmangel ungepflegt erscheinen. Ein klarer Fokus sollte deshalb bereits zu Beginn Teil der Social-Media Strategie sein!

Welche Erfahrungen habt ihr auf den einzelnen Plattformen gesammelt? Wir freuen uns über euer Feedback auf Facebook, Instagram und in den Kommentaren!

Bis bald auf allen Kanälen!

Tags : googleLinkedInsnapchatSocial MediaSocial Media MarketingTwitterXingYoutube
Laura Kleickmann

Über den Autor Laura Kleickmann

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